Malta und Gozo – kleine Inseln, ganz groß!

Wir planten für unsere Reise nach Malta eine Woche inkl. zwei Tagen Gozo ein. Das sollte eigentlich ausreichen, um die kleinen Mittelmeerinseln zu erkunden! Zumindest wenn wir uns nicht jede Kirche anschauen und nicht jedes Museum besuchen.

So dachten wir, als wir uns im Frühjahr in den Flieger nach Malta setzten.

Tatsächlich gerieten wir aber ganz schön unter Zeitdruck, obwohl die Insel gerade mal so groß ist, wie München! Nach unserem dreistündigen Flug ging unser Abenteuer los!

Der Straßenverkehr rund um Valletta, der Hauptstadt Maltas, war unglaublich chaotisch. Pünktlich zum Feierabendverkehr machten wir uns auf den Weg vom Flughafen in den Norden.

Unsere Besichtigungstour begann in Mellieha und Bugibba, den wichtigsten touristischen Orten außerhalb vom Großraum Vallettas. Mellieha liegt auf einem kleinen Hügel direkt am Meer. Hier wandert man zwar nicht über Stock und Stein durch die Stadt, aber durch unzählige, steile Treppen und Gassen! Mit ein bisschen Neugier kann man ganz bezaubernde Ecken dieses beschaulichen Örtchens entdecken! Ein majestätischer Dom, ein kleines Museum, einige nette Lokale und am Fuße das Meer mit einem recht schönen Strand, das alles ist Mellieha und das alles macht es zu einem Ort, wo man einen schönen Urlaub verbringen kann.

Ein etwas lebhafteres Örtchen par excellence dagegen ist Bugibba. Auch schon in der Vorsaison ist hier eine Menge los. Eine lange Promenade immer am Meer entlang verbindet den ruhigeren Teil Bugibbas mit dem touristischen Part und geht weiter bis in den nächsten Ortsteil Qwara, mit dem berühmen Aquarium. Unzählige Bars, Cafes und Restaurants laden hier zum Verweilen ein!

Ganz anders zeigen sich dagegen die Orte rund um die Hauptstadt. Die Ortsteile Paceville, St. Guillans, Sliema, Valletta und die sog. „Three Cities“ und „Three Villages“ sind mittlerweile komplett zu einer großen Stadt zusammengewachsen. Die Grenzen sind fließend. Man kann von Paceville, dem Ortsteil wo das Nachtleben mit diversen Clubs und Discotheken stattfindet, über St. Julians mit seinen Bars und Restaurants bis nach Sliema an einer durchgehenden Promenade laufen. In Sliema kommen die Shoppingqueens voll auf ihre Kosten! Und zwar in den unterschiedlichsten Preiskategorien! Von günstig bis Gucci! Von Sliema kann man dann ganz bequem für 1,50 Euro mit der Fähre nach Valletta übersetzen.

In Valletta angekommen, fühlt man sich in der Zeit um einige hundert Jahre in der Zeit zurückversetzt. In der ganzen Stadt hat man das Gefühl, durch ein großes Freilichtmuseum zu spazieren. Zahlreiche (Kino-) Filme wurden hier aufgrund der historischen Kulisse gedreht! Und auch bei unserem Besuch war gerade wieder ein Filmteam unterwegs. Es wurden Szenen für einen Film mit Antonio Banderas als Pablo Picasso gedreht! Sehr spannend! Flächenmäßig zwar sehr klein, kann Valletta mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, romantischen Gassen und traumhaften Gärten aufwarten. Valletta ist ein Muss für jeden Malta Besucher!

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Mein persönliches Highlight und als kleine Überraschung entpuppte sich der Ortsteil auf der gegenüberliegenden Seite Vallettas, die sog. „Three Cities“:

Vittoriosa, Senglea und Cospicua!

Hier vereint sich das, was in meiner Vorstellung zu einem schönen Hafenstädtchen im Mittelmeer dazugehört!

Nette Menschen, Einheimische, die hier leben und ihren Alltag bestreiten. Kleine, verwinkelte Gassen, schöne Plätze, Kirchen. Alte Männer, die in einfachen Lokalen Karten spielen oder englischen Fußball gucken. Jeder wird im vorbeilaufen kurz gegrüßt. Dazu kommen noch einige Museen, alte Forts und Ausgrabungsstätten. Es fehlen allerdings die abertausend Touristen, die in Valletta unterwegs sind. Für mich eine perfekte Kombination.

Malta konnte uns allerdings auch mit seinen schönen Landschaften beeindrucken!

Zum Beispiel mit den über 100 m hohen Dingli Cliffs, der berühmten Blauen Grotte, der wunderschönen Golden und Paradise Bay oder den Salzpfannen auf Gozo. Für den aktiven Urlauber sind spannende Wanderungen entlang der sog. Dwejra Lines oder entlang der Klippen möglich und an sämtlichen Stränden und Buchten finden Taucher Hinweisschilder, die erklären, was man hier in welcher Tiefe finden kann.

Das Gesamtprogramm auf Malta wird von den historischen Ausgrabungsstätten abgerundet, z.B. von dem Hagar Qim oder dem Gigantija Tempel. Und das Hypogäum mit seiner 2000-3000 Jahre alten Geschichte ist ein echtes Highlight, nicht nur für Kulturinteressierte!

Und wem das alles noch nicht reicht, der fährt einfach mit der Fähre nach Gozo und verbringt ein paar Tage auf der kleinen Nachbarinsel. Hier ist alles ganz beschaulich und man kann sich wunderbar durch den (Urlaubs-) Tag treiben lassen.

Mein Fazit: Das kleine europäische Land Malta ist definitiv eine Reise wert! Die kurze Anreise und die kurzen Weg machen die Insel auch für den Urlaub zwischendurch äußerst attraktiv. Aber es kommt auch keine Langeweile auf, wenn man  seinen Jahresurlaub hier verbringt!