Laos

Land der Flüsse, Brücken und der grünen Berge!

Mein Fazit: Der Norden Laos bietet eine einzigartige Mischung aus kulturellen Highlights, einzigartiger Natur und freundlichen, neugierigen, aber sehr schüchternen Menschen. Man ver-spürt ein wenig Kribbeln im Bauch, wenn man die vielen sehr abenteuerlich gebauten Brücken überquert oder auf zugewachsenen Pfaden durch den Dschungel stapft. Auch kulinarisch ist Laos sehr interessant, es kann sehr exotisch, aber auch durch die lange Zeit der Franzosen in Laos, sehr europäisch sein. Und das alles für einen top Preis!

Drei Wochen lang ging es im Dezember durch den nördlichen Teil Laos. Laos, ein Land umschlossen von China im Norden, von Vietnam im Osten, Kambodscha im Süden und Thailand im Westen.

Die Reise führte uns zuerst nach Luang Prabang, der Königsstadt, die 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Bei angenehmen Temperaturen um die 27 Grad haben wir die Stadt und die Umgebung innerhalb von vier Tagen bequem zu Fuß und per Rad erkundet. Luang Prabang ist ein beschauliches Örtchen, in dem man wunderbar bei einem Spaziergang die vielen Tempel („Vats“) der Stadt besichtigen kann. Das Stadtbild wird von den vielen in orange gekleideten Mönchen geprägt und in den frühen Morgenstunden kann man hunderte Mönche bei ihrer täglichen Prozession beobachten. Die Stadt liegt malerisch zwischen dem quirligen Fluss Nam Khan und dem Mekong, der ruhig, beinahe träge an der Stadt vorbei-zieht. Allabendlich kann man hier ein wahrhaft fantastisches Schauspiel erleben. Nämlich dann, wenn die Sonne über dem Mekong untergeht! Am besten genießt man zu diesem Spektakel eine große Flasche Beer Lao und eine leckere Nudelsuppe in einem der vielen kleinen Restaurants direkt am Ufer des Flusses.

IMG_1923
IMG_1941
IMG_1988
IMG_2187
IMG_2238
IMG_2299
IMG_2305
IMG_2366
IMG_2695
IMG_2708
IMG_2722
IMG_2747
IMG_2792
IMG_2855
IMG_1038
IMG_1045
IMG_1056
IMG_1065
IMG_1072
IMG_1107
IMG_1225
IMG_1399
IMG_1452
IMG_1453
IMG_1516
IMG_1584
IMG_1629
IMG_1634
IMG_1696
IMG_1804
IMG_1904

Von Luang Prabang ging es dann per „Slowboat“ (ein schmales Boot für max. 8-10 Passagiere) weiter in den Norden nach Nong Khiao. Ein kleines Dörfchen, malerisch im Grünen gelegen und umrahmt von 1600 m hohen Bergen. Hier spielt die Natur einfach eine große Rolle! Wir haben Höhlen auf eigene Faust erkundet, die wir über schmale Wege durch Reisfelder und baumhohe Bananen-stauden erreichten. Wir haben Radtouren gemacht, bei denen Kinder in Dörfern ganz aufgeregt an den Straßenrand liefen, wenn sie uns auch nur von weitem entdeckten und uns aufgeregt mit „Sabeidi“ (Hallo!) begrüßten. Und sind auf den höchsten Berg Nong Khiaos geklettert, den Phou Nang Nane. Vom örtlichen Busterminal ging es dann per Bus (ein kleiner Pick Up) weiter in den Nordwesten über Pak Ou und dem sehr chinesischen Oudomxay in das ca. 280 km entfernte Luang Nam Tha. Dort ging es dann auf eine drei-tägige Treckingtour durch den dschungelartigen National-park Nam Tha. Die Wanderroute führte durch urwüchsige Bambuswälder, über schmale Pfade und umgestürzte Bäume bergauf und bergab. Inmitten der Natur und ohne jegliche Zivilisation, galt das Motto „Back to the rootes“, was für uns Waschen im Fluss und Kochen am Lagerfeuer bedeutete. Ein tolles Erlebnis!

Von Norden ging es nach ein paar Tagen dann per Pro-pellermaschine nach Vientiane, der Hauptstadt Laos. Eine Stadt zwischen Tradition und Moderne. Eine Stadt, die pulsiert, die voll von Tempeln und wichtigen Denkmälern ist, die von den Gasen der Mopeds eingenebelt wird, die aber auch einen Nachtmarkt bietet, auf dem man zum Abendessen Frösche oder Pizza kaufen kann. Eine Stadt, die ihren Vorbildern Bangkok oder Hanoi nacheifert.